Der Auftragsmord

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Krwlng: Der Auftragsmord
Beitrag zum Azerovision Song Contest 2008

Der Auftragsmord

Mein Feind, da geht er hin
Ich folge ihm auf Schritt und Tritt
Er glaubt sich sicher, denn
Er sieht mich nicht

Ich sehe rot
ich habe, den vertrauten Tunnelblick
Mein Blut kocht auf
Ich starr' ihm unablässig ins Genick

Meine Gedanken, meine Welt
vereinen sich zu einem dunklen Fluß
Ich kann nicht anders, denn
Ich tue alles nur weil ich es tun muss

Die kalte Klinge in der Hand
Benetzt mit grünem Gift
Wird ihm sein Leben nehmen
Wenn sie ihn im Herzen trifft

Allein bei dem Gedanken
Durch meine Adern schießt die Energie
Ich bin mir siegessicher
Ich fühle mich so stark wie nie

Ein Tropfen fällt
In weiter Ferne, nun erschalt ein Knall
Dies ist das Zeichen
Und ich starte meinen Überfall

Ich werfe ihn zu Boden
Und drück' ihn in den Staub
Er liegt zu meinen Füßen
Hat angst vorm Lebensraub

Er stellt sich tot
Ich schreie:
"STEH AUF! DAS KANN NICHT SEIN!"
Und schlage dabei munter weiter auf ihn ein

Er fängt zu weinen an
Ich bleibe kalt und sag:
"Auf deine Tränen solltest du verzichten!"
"Siehst du die Klinge hier?"
"Gleich, wird sie dich richten!"

Bewertung durch die einzelnen Jurymitglieder:

Marduc:
Der Barde verzichtet fast völlig auf ein klares Reimschema; ein Versmass ist ebenfalls nicht erkennbar. Grade gegen Ende des Stücks verliert er sich in Asymmetrien.
Trotzdem wird ein sehr schöner Spannungsbogen gezeichnet, sehr subtil werden wir in die düstere Welt des Auftragskillers eingeführt, aus der wir leider durch ein allzu saloppes Ende jäh gerissen werden.
5 Punkte

Stimme:
Eine extrem düstere, aber packende Darstellung eines schändlichen Meuchelmordes, mitreißend und atmosphärisch geschildert.
Lediglich gegen Ende gerät der Handlungsstrang etwas außer Kontrolle und die sorgfältig konstruierte Dramaturgie zerbricht durch die Anleihe bei den "Ärzten". Dennoch im Ganzen ein beeindruckendes Werk.
9 Punkte

Spiekerbob:
"Der Auftragsmord" nimmt den Zuhörer mit auf eine holprige Reise über Stock und Stein, die zwar löblich grausam ist, aber deren handwerkliche Mängel den Genuss des Inhalts doch mindern.
Fazit: Du wirst dein ganzes Leben lang ein scheiß erfolgloser Frisör sein.
4 Punkte.

Endwertung: 6 Punkte

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